Biodiversit├Ątsinitiative

F├╝r die Zukunft unserer Natur und Landschaft

Mehr Fl├Ąchen und Mittel f├╝r den Erhalt unserer Naturlandschaften, bessere Instrumente f├╝r deren Schutz ÔÇô dies sind die Eckpfeiler der Biodiversit├Ątsinitiative.

Die eidgen├Âssische Volksinitiative ┬źF├╝r die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversit├Ątsinitiative)┬╗ will, dass Natur und Landschaft endlich wirksam gesichert werden. Denn der Schutz unserer Lebensgrundlage wird seit Jahren zugunsten von Nutzerinteressen und kurzsichtigen Profiten abgebaut.

Die Biodiversit├Ątsinitiative kn├╝pft am Natur- und Heimatschutz-Artikel 78 der Bundesverfassung an und will unser Kultur-, Landschafts- und Naturerbe mit folgenden Hauptanliegen f├╝r k├╝nftige Generationen sichern:

Natur, Landschaft und Baukultur st├Ąrker ber├╝cksichtigen

Einerseits ist alles, was heute in irgendeiner Weise unter Schutz steht, auch weiterhin zu bewahren. Andererseits ist auch die ├╝brige Landesfl├Ąche so zu nutzen, dass Natur, Landschaft und Baukultur erhalten bleiben.

Stufengerechte Interessenabw├Ągung bei erheblichen Eingriffen in Schutzobjekte

Neu wird in der Verfassung festgehalten, dass f├╝r erhebliche Eingriffe in Schutzobjekte des Bundes ├╝berwiegende Interessen von nationaler Bedeutung vorliegen m├╝ssen, f├╝r erhebliche Eingriffe in kantonale Schutzobjekte ├╝berwiegende Interessen von kantonaler oder nationaler Bedeutung. Mit dieser Vorgabe k├Ânnen Schutzobjekte von gesamtschweizerischer Bedeutung nicht f├╝r kantonale Partikularinteressen geopfert werden.

Mehr Fl├Ąche f├╝r die Natur

Bund wie auch Kantone werden mit der Initiative beauftragt, schutzw├╝rdige Objekte zu bezeichnen und zu bewahren und die f├╝r die Biodiversit├Ąt n├Âtigen Fl├Ąchen zu sichern. Damit leistet die neue Regelung einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der ├Âkologischen Infrastruktur, wie sie der Bundesrat bereits 2012 beschlossen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es auch die n├Âtigen Instrumente. Ausserdem ist die Schweiz als Mitglied der Biodiversit├Ątskonvention dazu verpflichtet, 17 Prozent der Landesfl├Ąche unter Schutz zu stellen. Davon ist sie aber noch weit entfernt.

Mehr Geld f├╝r die Natur

F├╝r den Schutz der Natur und Biodiversit├Ąt stehen nur geringe Mittel zur Verf├╝gung, die ein Vielfaches unter dem ausgewiesenen Bedarf liegen. Zudem unterliegen diese zu geringen Mittel immer wieder K├╝rzungsantr├Ągen. So k├Ânnen unsere wertvollen Naturfl├Ąchen nicht gesetzeskonform erhalten und bedrohte Arten nicht gesch├╝tzt werden. Mit der Initiative sollen endlich die n├Âtigen finanziellen Mittel f├╝r die Erhaltung und F├Ârderung der Biodiversit├Ąt bereitgestellt werden. Die zus├Ątzlichen Gelder sollen f├╝r die Aufwertung bestehender Schutzgebiete, f├╝r die Finanzierung neuer Fl├Ąchen sowie f├╝r Artenf├Ârderungsmassnahmen eingesetzt werden.

Es ist h├Âchste Zeit zu handeln. Denn die Schweiz vertr├Ągt keine weiteren Verschlechterungen des Zustands von Natur und Landschaft ohne Einbussen f├╝r Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der Biodiversit├Ątsinitiative setzen wir ein starkes Signal gegen den schleichenden Abbau der Schutzgesetzgebung und gegen die Vernachl├Ąssigung unseres Naturkapitals. Das Natur- und Landschaftserbe der Schweiz wird dadurch f├╝r uns und die kommenden Generationen und als Basis f├╝r unsere Lebensqualit├Ąt gesichert.

SIMONA KOBEL betreut bei Pro Natura die Biodiversit├Ątspolitik und ist zust├Ąndig f├╝r die Biodiversit├Ątsinitiative.