Statements

«Investitionen in die Biodiversität sind gut für alle: Davon profitieren nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch die Wirtschaft, z.B. Bauunternehmen, die Aufträge erhalten oder Bauern und Bäuerinnen, die für Pflegemassnahmen entschädigt werden. Dramatische volkswirtschaftliche Schäden drohen, wenn weitere Tierarten aussterben, denken wir nur an die Bestäubung unserer Nutzpflanzen.»

Ursula Schneider Schüttel

Präsidentin Pro Natura, Nationalrätin, Mitglied des Initiativkomitees

«Wir investieren in unsere Gesundheit, wenn wir der Biodiversität genug Platz geben. Je vielfältiger unsere Ökosysteme sind, umso besser halten sie Einflüssen und Belastungen stand. Das schützt auch uns.»

Dr. med. Bernhard Aufdereggen

Präsident Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU)

«Für das Gleichgewicht von Mensch, Tier und Natur ist die Artenvielfalt eine wichtige Grundlage. Artenreiche Lebensräume sind widerstandskräftiger, besser gegen Schädlinge gewappnet und passen sich den Umweltveränderungen leichter an. Auf Bio-Betrieben krabbeln, zwitschern, summen, blühen nachweislich mehr unterschiedliche Arten. Sie beeinflussen wichtige ökologische Prozesse und tragen zur Verbesserung des Landbaus bei. Biodiversität bei Flora und Fauna ist dringender denn je.»

Monika Rytz

Vorstand Bio Suisse

«Die Verschlechterung der Lebensräume für die Wildtiere, insbesondere durch Übernutzung der Kulturlandschaft, Fragmentierung von Ökosystemen, industrielle Verschmutzung und grenzenloses Freizeitverhalten ist offensichtlich. Es braucht einerseits griffige Massnahmen, andererseits der politische Wille, aber insbesondere bei allen das Bewusstsein für die Notwendigkeit, das Naturerbe, das uns umgibt, zu schützen.»

David Clavadetscher

Geschäftsführer JagdSchweiz

«Weil wir Menschen Teil der Schöpfung sind, sorgen wir uns um die Vielfalt der Natur. Denn nur mit einer reichhaltigen Biodiversität überleben wir gemeinsam auf unserer einen Erde.»

Vroni Peterhans

Präsidentin oeku, Kirchen für die Umwelt

«Klimawandel und Artenverlust gehen Hand in Hand. Wir müssen beides stoppen, wenn wir als Spezies weiterleben wollen. Dies bedingt, dass wir als Individuen, als Gemeinschaft und als Staat umdenken, Verantwortung übernehmen und handeln. Und zwar sofort! Die Biodiversitätsinitiative ist ein Schritt in die richtige Richtung, den die Naturfreunde Schweiz mit Nachdruck unterstützen.»

Sebastian Jaquiéry

Vize-Präsident Naturfreunde Schweiz

«Der Naturschutz ist seit Jahren völlig unterfinanziert. Das Geld reicht nicht einmal für den Unterhalt der verfassungsrechtlich geschützten Moore.»

Sarah Pearson

Leiterin Geschäftsstelle Romandie der Pro Natura, Mitglied des Initiativkomitees

«Biodiversität, traditionelle Landschaften und kulturelles Erbe sind von immensem Wert. Dennoch und trotz klarer Gesetze haben Politik und Behörden bislang den Schutz der Artenvielfalt, der Landschaft und der Baukultur vernachlässigt. Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist. Die Biodiversitätsinitiative ist ein wichtiges Instrument dafür.»
François Turrian

Stv. Geschäftsführer BirdLife Schweiz, Leiter Geschäftsstelle Romandie

«Das Insektensterben ist ein aufrüttelndes Alarmzeichen. Jede Art, die verschwindet, hinterlässt eine Lücke, bis das ganze System zusammenbricht. Das ist eine Bedrohung für uns alle! Wenn wir die Biodiversität und unsere Landschaften auch für nachfolgende Generationen retten möchten, braucht es jetzt wirksame Massnahmen und den politischen Willen, sie durchzusetzen.»

Urs Leuger-Eggimann

Zentralsekretär Pro Natura

«Die Natur braucht auch ausserhalb von Schutzgebieten Platz zum Gedeihen. Ich unterstütze die Biodiversitätsinitiative, weil diese mehr und besser vernetzte Biodiversitätsflächen fordert.»

Dr. Ruedi Haller

Geograf und Direktor Schweizerischer Nationalpark

«Auf Spaziergängen oder Wanderungen machen wir doch alle schöne Fotos von grossartigen Ausblicken auf die Landschaft oder richten unsere Linse auf eine besonders hübsche Blume. Was, wenn es diese Fotosujets bald nicht mehr gibt? Die Biodiversitätsinitiative sorgt dafür, dass unverbaute Landschaften, typische Ortsbilder und die faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen auch für nachfolgende Generationen noch als Fotomotiv zur Verfügung stehen.» 

Simona Kobel

Projektleiterin Biodiversitätsinitiative

«Als Landwirt produziere ich Gemüse, Getreide und Ziegenkäse für die menschliche Ernährung und fördere Eidechsen, Schwarzdorn und Wiesensalbei für die Biodiversität. Diese Kombination ist grossartig und macht Sinn.»

Thomas Baumann

Landwirt, Biodiversitätsfachmann und Grossrat AG

«Das Sterben der Arten ist neben der Klimaerwärmung die grosse Krise, die wir gemeinsam bewältigen müssen. Doch die Schweiz handelt viel zu zaghaft, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Die Biodiversitätsinitiative setzt die notwendigen Impulse.»  

Iris Menn

Geschäftsleiterin Greenpeace Schweiz

«Das Artensterben in unseren Gewässern darf nicht ignoriert werden; Im Verhältnis zur Fläche, aber auch in absoluten Zahlen sterben im Süsswasser deutlich mehr Arten aus als auf dem Land oder im Meer. In der Schweiz sind mehr als die Hälfte aller Fischarten als bedroht eingestuft und mehr als 60 Prozent aller Wasserpflanzen sind gefährdet. Es muss etwas geschehen!» 

Roberto Zanetti

Präsident Schweizerischer Fischereiverband, Ständerat

«Mit gutem Grund hielt der Bundesrat vor acht Jahren in seiner “Strategie Biodiversität Schweiz” fest: “Die Biodiversität ist eine unerlässliche Grundlage für das Leben auf dieser Erde und damit auch eine zentrale Lebensgrundlage für den Menschen.” Aber die Behörden tragen noch immer weit mehr zum Verlust an Biodiversität bei als zu deren Erhaltung. Mit der Volksinitiative verpflichten wir sie nun zur überfälligen Kurskorrektur.»

Heribert Rausch

Prof. Dr. iur. emeritierter Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität Zürich, Mitglied des Initiativkomitees

«Viele Politikerinnen und Politiker meinen immer noch, unser Land sei bei der Sicherung seiner Biodiversität international vorbildlich. Das Gegenteil ist der Fall: Die Schweiz hat besonders lange Rote Listen. Bei den Schutzgebieten ist sie unterdessen das Schlusslicht Europas. Die Zersiedelung schreitet weiter voran. Die Biodiversitätsinitiative ist dringend nötig.»

Raffael Ayé

Geschäftsführer BirdLife Schweiz

«Möchten Sie Ihre Ferien in charakterlosen Dörfern und zubetonierten Landschaften verbringen? Diesen Sommer genossen viele Menschen Natur, Landschaft und Baukultur in der Schweiz. Damit unsere identitätsstiftende Heimat auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt, verpflichtet die Biodiversitätsinitiative Bund und Kantone, Landschaften und Baudenkmäler zu erhalten.»

Stefan Kunz

Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz

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